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Rentenberater
Helmut Göpfert

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Wissenswertes rund um die Erwerbsminderungsrente
Erwerbsminderungsrente

Wer bekommt diese Rente, wie ist die zu erwartende Erwerbsunfähigkeitsrente Höhe und kann man die Rente ins Ausland mitnehmen?

Jeder Arbeitnehmer, der gesetzlich versichert ist und aufgrund einer Krankheit oder Behinderung seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann, hat unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, die auch als Erwerbsunfähigkeitsrente bekannt ist. Sie soll den ausfallenden Arbeitslohn wenigstens zum Teil ausgleichen.

Ursa­chen für die Berufs­un­fä­hig­keit

Ein Viertel aller Berufstätigen scheiden vor der eigentlichen Rentenzeit aus gesundheitlichen Gründen aus dem Beruf aus. Die Gründe sind vielfältig, haben sich jedoch in den letzten Jahren grundsätzlich gewandelt. Da immer mehr Menschen in ihrem beruflichen Alltag am Schreibtisch sitzen, ist es seltener der körperliche Verschleiß, der zu einer Berufs­un­fä­hig­keit führt. Vielmehr sind es immer öfter psychische Ursachen, die auch junge Menschen unerwartet treffen können. Die Statistik der Ursachen für die Berufs­un­fä­hig­keit wird angeführt von den Nervenkrankheiten und den psychischen Erkrankungen, die in rund einem Drittel der Fälle verantwortlich sind. Die zweithäufigste Ursache sind Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates. Hier finden Sie weitere Informationen zur Höhe der Erwerbsunfähigkeitsrente.

Wie unterscheiden sich Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit?

Es ist wichtig, diese beiden Begriffe voneinander zu unterscheiden. Von einer  Berufsunfähigkeit spricht man, wenn jemand seinen erlernten Beruf für eine längere Zeit – oder für immer – nicht mehr ausüben kann. Andere Tätigkeiten sind jedoch noch möglich. Ein Beispiel wäre ein Handwerker, der sich nicht mehr körperlich belasten kann, stattdessen jedoch im Büro des Handwerksbetriebes die Abrechnungen macht oder Kunden betreut. Erwerbsunfähigkeit bedeutet hingegen, dass der Betroffene gar keine Arbeit mehr ausüben kann – weder seinen erlernten Beruf noch eine andere Tätigkeit.

Was kann man bei einer Erwerbs­un­fähigkeit vom Staat erwarten?

Jeder Arbeitnehmer zahlt von seinem Bruttogehalt Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung. Diese staatliche Stelle ist es, die im Fall einer Erwerbs­un­fähigkeit einspringt und eine Ausgleichszahlung leistet. Man muss jedoch davon ausgehen, dass man große Einbußen hinnehmen muss, was den eigenen Lebensstandard betrifft.

Seit 2001 gibt es die Erwerbsminderungsrente, welche die Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente ablöste. Diese Rente gibt es nur noch für Arbeitnehmer, die vor 1961 geboren wurden. Die Erwerbsminderungsrente ist knapper bemessen und enthält keinen Berufsschutz. Sie wird also nur an Personen ausgezahlt, die tatsächlich überhaupt keine Arbeit mehr verrichten können.

Welche Bedingungen muss man erfüllen, um eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen?

Um einen Anspruch auf diese Rente zu haben, muss man zunächst einige Bedingungen erfüllen. Dazu gehört, dass man in den letzten fünf Jahren gesetzlich rentenversichert war und drei Jahre lang die vollen Beträge geleistet hat. Zudem wird die Rente nur gezahlt, wenn man maximal 6 Stunden täglich arbeiten kann. Die volle Rente bekommt nur, wer täglich nicht einmal drei Stunden arbeiten kann, und zwar ein irgendeiner Tätigkeit, nicht nur der erlernten. Die Höhe dieser vollen Erwerbs­minderungs­rente lag 2017 bei durchschnittlich 716 Euro.

Wer gerade in Elternzeit war, oder selbstständig ist, hat wenig Chancen, eine Erwerbsminderungsrente bewilligt zu bekommen. Zudem muss man wissen, dass rund 40 % aller Anträge auf staatliche Erwerbsminderungsrente abgelehnt werden. Es kann einfacher sein, weiterhin Krankengeld zu beziehen oder eine vorgezogene Altersrente zu beantragen.

Das gilt es weiterhin zu beachten: Hinzuverdienstgrenze

Ab dem 1.1.2020 gibt es neue Grenzen beim Hinzuverdienst. Dabei ist zu beachten, dass der jährliche, nicht der monatliche Hinzuverdienst zur Berechnung herangezogen wird. Im Rechtskreis West und Rechtskreis Ost gelten einheitliche Regelungen. Bei Bezug der vollen Erwerbsminderungsrente liegt die jährliche Grenze bei 6300 Euro. Wird sie überschritten, werden 40 Prozent des überschreitendes Betrages auf die Rente angerechnet. Rente und Hinzuverdienst dürfen zusammen nicht höher sein als der höchste Verdienst in den letzten 15 Jahren vor Beginn der Erwerbsminderungsrente. Sollte das doch der Fall sein, gibt es weitere Kürzungen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass eine private Absicherung sinnvoll ist.

Berufsunfähigkeitsversicherung im Ausland

Ein zeitweiliger oder dauerhafter Aufenthalt im Ausland ist für viele Arbeitnehmer eine attraktive Option. Die Frage ist nur, was dann mit den Versicherungen passiert? Wer ins Ausland geht und in eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) einzahlt, muss weder mit Schwierigkeiten noch mit einer Erhöhung der Prämien rechnen. Es muss allerdings bedacht werden, dass die Assekuranz in der Regel vor Vertragsabschluss fragt, ob Auslandsaufenthalte geplant sein. Verneint man diese Frage und will dann doch ins Ausland gehen, sollte man das mit der

Versicherung schriftlich abklären. Ansonsten könnte es im Leistungsfall dazu kommen, dass wegen falscher Angaben die Zahlungen verweigert werden. Generell gilt: Je früher man die Versicherung abschließt, umso besser.

Rentenzahlung ins Ausland

Wenn endlich die Rentenzeit gekommen ist, verschlägt es viele Rentner ins Ausland. Natürlich stellen sie sich die Frage, ob sie dort weiterhin ihre Rente ausgezahlt bekommen. Die gute Nachricht ist: Bei einem kurzen Aufenthalt von weniger als sechs Monaten ist das grundsätzlich kein Problem. Will man seinen Wohnsitz jedoch dauerhaft verlegen, sollte man sich beraten lassen.

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Es kommt dann nämlich darauf an, wohin man zieht und ob das Land ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland abgeschlossen hat. In der EU und der Schweiz funktioniert die Rentenzahlung aus Deutschland in der Regel problemlos.

Ausnahme Erwerbsminderungsrente ins Ausland

Beim Bezug einer Erwerbsminderungsrente ist das Ganze dann etwas komplizierter. Dann hängt es davon ab, aus welchen Gründen genau man die Rente bekommt. In diesen Fall ist es sinnvoll, sich ausführlich beraten zu lassen.

Bildquelle Header: https://pixabay.com/de/photos/verzweiflung-allein-alleinsein-513529/

Private Vorsorgemaßnahmen

Wer nicht allzu viel von seiner Rente erwarten kann, sollten unbedingt über alternative Vorsorgemaßnahmen nachdenken.

Bereits frühzeitig empfiehlt es sich, über die finanzielle Situation im Rentenalter nachzudenken. Einfluss auf die Höhe der Rentenzahlungen hat beispielsweise der Verdienst während der Erwerbsphase. Die Beträge richten sich nach dem gesamten Arbeitsleben. Selbst wer als junger Mensch einen hoch bezahlten Job hat, muss damit rechnen, dass sich im Laufe der vielen Jahre Änderungen ergeben können. Von der gesetzlichen Rentenversicherung sind immer weniger Leistungen zu erwarten. Damit einem der Lebensabend nicht durch finanzielle Schwierigkeiten versauert wird, sollte man zusätzliche private Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Weichen für einen sorgenfreien Ruhestand zu stellen.

Risiko der Altersarmut ausschließen

In Deutschland bilden Senioren einen 21-prozentigen Anteil an der Gesamtbevölkerung. Mit Stand 2019 gibt es rund 17,5 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Grundsätzlich gilt, dass die gesetzliche Rente heute nur noch selten ausreicht, um einen entspannten Lebensabend ohne finanzielle Probleme zu genießen. Somit droht Altersarmut, die wie folgt definiert wird:

Menschen sind armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen niedriger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung liegt. Mit Stand 2018 waren es 969 Euro im Monat. Ein alleinlebender Rentner, dessen monatliche Rente darunterliegt, ist somit von Altersarmut bedroht.

Die Rentensituation verschärft sich zusehends aufgrund des sinkenden Rentenniveaus und des demografischen Wandels. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, bereits jetzt an später zu denken. Dem Staat ist das Problem ebenfalls bewusst, von dieser Seite gibt es verschiedene Förderungen, darunter zum Beispiel die Riester- und die Rürup-Rente.

Fragen, die man sich in Bezug auf Vorsorgeformen stellen sollte

Bevor man sich für bestimmte Vorsorgeformen entscheidet, sind bestenfalls einige Fragen zuvor zu beantworten, um individuell eine passende Lösung für sich selbst zu finden:

  • Wie hoch ist die Zahlung der gesetzlichen Rentenversicherung?

Wer mindestens 27 Jahre alt ist und mindestens fünf Jahre lang Beträge an die Rentenkasse einzahlt, erhält jährlich eine Renteninformation, der sich die Höhe der Zahlung entnehmen lässt. Gegebenenfalls können auch Informationen bei der zuständigen Stelle angefordert werden.

  • Wie viel Geld benötigt man im Rentenalter?

Hier sollte möglichst alles mit einbezogen werden, sei es die Miete, Nebenkosten, Einkäufe, Reisen etc. Ist die private Zusatzrente optimal, schließt sie die finanzielle Lücke zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und dem späteren notwendigen Bedarf.

  • Gibt es einen Anspruch auf staatliche Förderungen bei der Altersvorsorge?

Besteht die Möglichkeit, Riester-Zulagen, Steuervorteile der Rürup-Rente oder Arbeitgeberzuschüsse zu nutzen, könnten diese in die engere Auswahl unter den Vorsorgevarianten kommen.

Wichtig ist auch, laufende Kredite, die man mit in das Rentenalter nimmt, zu bedenken. Sie können eine verhältnismäßig hohe monatliche Belastung darstellen, die die Rente stark vermindern. Möglicherweise lassen sich mit der Umschuldung eines Kredites deutlich niedrigere Raten erreichen, weshalb regelmäßige Kreditvergleiche sinnvoll sind.

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Einige Vorsorgemaßnahmen werden staatlich gefördert, was für manche Berufsgruppen besonders interessant sein kann.

Riester- und Rürup-Rente

Die sogenannte Riester-Rente wird durch Steuervorteile und Zulagen staatlich gefördert. Man erhält jährlich eine Grundzulage von 175 Euro, hinzu kommt eine sogenannte Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Jahr. Die Beiträge können vom Versicherten steuerlich abgesetzt werden.

Auch die Rürup-Rente wird durch Steuervorteile gefördert. Sie empfiehlt sich insbesondere für Selbständige und Freiberufler. Zu 88 Prozent können die Einzahlungen als Sonderausgaben steuerlich angerechnet werden. Für Alleinstehende gilt ein Maximalbetrag von 24.305 Euro, für Ehepaare das Doppelte (Stand 2019).

Lebens- und Rentenversicherungen

Die Niedrigzinsphase drückt stark auf die Erträge aus Lebens- und privaten Rentenversicherungen. Zum Beispiel wurde der Garantiezins für die klassischen Verträge schon im Jahr 2017 auf 0,9 Prozent gesenkt. Aus diesem Grund hat diese Art von Versicherungen an Bedeutung verloren.

Verstärkt wird heute auf fondsgebundene Varianten und Angebote der sogenannten Neuen Klassik gesetzt. Hier gibt es zwar keinerlei garantierte Verzinsung, jedoch erlauben sie Sparern deutlich bessere Renditechancen. Versicherte können sich frei entscheiden, wie viel Risiko und Sicherheit in welchen Lebensabschnitten sie tragen möchten. Auf diesem Weg ist trotz Niedrigzinsphase eine erfolgreiche, flexible und zuverlässige Altersvorsorge möglich.

Betriebliche Altersvorsorge

Auf die betriebliche Altersvorsorge hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland ein Anrecht. Es gibt zahlreiche Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten mit Zuschüssen unterstützen. Sollte das der Fall sein, ist anzuraten, bei der persönlichen Vorsorgestrategie die Betriebsrente zu berücksichtigen. Die Beiträge für die Betriebsrente fließen nicht aus dem Nettogehalt, sondern der Arbeitgeber führt sie aus dem Bruttoeinkommen ab. Dies hat eine geringere Abgabenlast für die Versicherten zur Folge. Im Alter jedoch werden die vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Auszahlungen fällig. Es ist daher eine gründliche Überprüfung zuvor nötig, in welcher Form und ob die betriebliche Altersvorsorge die passende Variante ist.

Geldanlage und Immobilieneigentum

Viele Selbständige entscheiden sich für eine Geldanlage. Auf diese lässt sich zurückgreifen, sollten finanzielle Engpässe auftauchen. Auch der Kauf eines Eigenheimes ist von Vorteil, spart man sich doch Mietzahlungen und kann es bei Bedarf sowohl verkaufen als auch vermieten. Zurzeit ist die Verzinsung von Immobilienkrediten äußerst günstig, sodass sich viele Menschen für diese Form der Kapitalanlage entscheiden. Je nach Lage und Wertentwicklung kann sich diese Investition im Rentenalter als positiv auswirken.

Ökologische Altersversorgung

Zu den weiteren Altersvorsorgeformen zählen die „grünen Fonds“. Hier kann beispielsweise Geld in erneuerbare Energien investiert werden. Diese sogenannte ökologische Altersversorgung ermöglicht Rentenempfängern, sowohl für den Ruhestand vorzusorgen als auch etwas für die Umwelt zu tun.

Fazit

Es gibt keine Patentlösung, die für alle Menschen das Nonplusultra darstellt. Letztendlich ist unter anderem zu bedenken, dass zum Beispiel ein Berufsanfänger deutlich weniger Geld zu investieren hat als ein langjähriger Arbeitnehmer. Darüber hinaus spielen die Familienplanung, die Sparziele und die Möglichkeiten der staatlichen Förderung eine Rolle. Tatsache ist: Die perfekte Altersvorsorge muss bereits in frühen Jahren individuell auf die aktuelle und gleichzeitig auf die künftige Lebenssituation abgestimmt werden.

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2017-2018

Wissenswerte Neuregelungen zum Jahresbeginn 2018

Zum 01.01.2018 ergeben sich im Recht der Gesetzlichen Rentenversicherung wieder einige Neuregelungen, welche im Folgenden zusammengefasst sind.

Rentnerausweis

Rentnerausweise werden qualitativ verbessert

Rentnerinnen und Rentner erhalten mit ihrem Rentenbescheid, mit dem eine gesetzliche Rente bewilligt wird, erstmalig einen „Ausweis für Rentnerinnen und Rentner“. Dieser sogenannte Rentnerausweis ermöglicht, dass Rentenbezieher bei Vorlage bei bestimmten Stellen entsprechende Vergünstigungen erhalten können. Zu diesen Vergünstigungen zählen beispielsweise reduzierte Eintrittspreise zu kulturellen Veranstaltungen (z. B. im Theater oder im Kino), geringere Mitgliedsbeiträge in Vereinen oder reduzierte Preise im Verkehrswesen (z. B. bei öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Reisen).

Rentner

Ab der Regelaltersgrenze hat jeder die Möglichkeit, unbegrenzt dazu zu verdienen. Dabei wird diese Grenze je nach Geburtsjahr schrittweise vom 65. auf das 67. Lebensjahr angehoben, sodass all diejenigen, die nach 1964 geboren sind, die Altersgrenze erst mit 67 Jahren erreichen. Bis dahin kommt es zu Kürzungen in Bezug auf den Zuverdienst. Das gilt auch bei Renten, die auf eine verminderte Erwerbsfähigkeit zurückführen.

Wie hoch sind die Krankenkassenbeiträge?

Die Krankenversicherung gehört zu einer der Pflichtversicherungen. War der Versicherte über eine gewisse Vorversicherungszeit gesetzlich versichert, besitzt er den Status der Krankenversicherung der Rentner – kurz KVdR. Hier zahlen Rentner auf private Einnahmen, wie die Privatrente, Zinsen und Mieteinnahmen, keine Krankenkassenbeiträge.

Entscheidet sich ein Rentner, nebenberuflich oder besser neben der Rente weitere Einkünfte über eine selbständige Tätigkeit einzunehmen, sind diese zusätzlichen Einnahmen der Krankenversicherung zu melden. In den Bereich Zuverdienst fallen beispielsweise der Bruttoverdienst, steuerrechtliche Gewinne und vergleichbares Einkommen.

Beiträge und Kosten in der Übersicht

Der grundsätzliche Beitragssatz ist ermäßigt und beträgt 14 %. Im Hinblick auf Arbeitseinkommen und Versorgungsbezüge liegt der Beitragssatz bei 14,6 %. Dazu rechnet die jeweilige Krankenkasse ihren Zusatzbeitragssatz.

Hauptberuflich tätige Rentner, die in der Selbstständigkeit stehen, können nicht in jedem Fall davon ausgehen, dass die Krankenversicherung der Rentner alle Anteile zur Krankenversicherung zahlt. Demnach werden die Beiträge auf die Krankenkasse und ihre Beitragssätze angerechnet. Vorhergehende Versicherungen bleiben nur bestehen, wenn diese vorrangig sind.

Umso wichtiger ist es, die Übersicht zu behalten und auf eine folgerichtige Buchhaltung zu setzen. Mit den passenden Vorlagen gelingen Buchhaltung und Rechnungserstellung einfacher und übersichtlicher. Wer die Ausgaben zum Beispiel für Schreibwaren, Büromiete, Materialien und Büro-Elektronik zielgerichtet plant, profitiert auch im Hinblick auf die steuerliche Abgaben.

Start in die Selbstständigkeit im Alter

Im Prinzip unterscheidet sich der Start in die Selbstständigkeit beim Rentner nicht wesentlich von dem voll Berufstätiger vor der Rente. Jeder Selbstständige in Teilzeit oder Vollzeit muss seine Selbstständigkeit beim Gewerbeamt anmelden. Darüber hinaus gilt es, das Finanzamt zu informieren. Eine Ausnahme bilden Freiberufler, die in Verbindung mit Auftraggebern arbeiten und somit lediglich eine Steuernummer beim Finanzamt beantragen.

Das zusätzliche Einkommen abzüglich der Betriebskosten ist voll zu versteuern. In den letzten Jahren haben sich Veränderungen in den Gesetzen zur Rentenbesteuerung ergeben. Hier ist es hilfreich, einen Steuerberater zurate zu ziehen, um möglichst positiv aus den Berechnungen hervorzugehen. Außerdem gibt es neben der Selbstständigkeit für Rentner lohnenswerte Möglichkeiten, Steuern einzusparen.

Welchen Anteil müssen selbstständige Rentner versteuern?

Für viele Rentner bedeutet der Übergang in das Rentenalter einen Neustart, so dass der Großteil das Angebot nutzt, um als Minijob oder bis zu maximal 450 € monatlich zur Rente dazu zu verdienen. In diesem Zusammenhang erscheint das Angebot verlockend, als pensionierter „Jungunternehmer“ durchzustarten und sich selbständig zu machen. Hier bietet es sich an, die Freizeittätigkeit oder das Hobby mit einem Gelderwerb zu verbinden. Das Risiko hält sich in Grenzen, da Pensionäre die Grundabsicherung über ihre Pension oder Rente beziehen.

So lassen sich beide Komponenten miteinander verbinden. Das Finanzamt hingegen berücksichtigt den einmalig festgesetzten steuerfreien Anteil, der von dem steuerpflichtigen Renteneinkommen abzuziehen ist. Daraus ergibt sich der verbleibende Teil aus der gesetzlichen Rente zuzüglich des Einkommens aus der Selbstständigkeit. In der Summe liegt das steuerpflichtige Jahreseinkommen vor.

Zahlen Rentner Beiträge für die Rentenversicherung?

Selbstverständlich muss ein Rentner keine Beiträge für den gesetzlichen Rentenversicherungsträger abführen. Schließlich bezieht er die gesetzliche Rente aus den Beträgen, die er in der Vergangenheit gezahlt hat. Existenzgründer ermitteln ihre Gewinne auf einfache Weise nach Paragraph 4 Abs. 3. Der jeweilige Überschuss aus dieser Berechnung erhöht den steuerpflichtigen Anteil des Renteneinkommens. In Verbindung mit einer stimmigen Buchhaltung im eigenen Büro und der Büroausstattung bilden Selbstständige eine Basis, um auch als Rentner von Anfang an die Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben sowie den steuerpflichtigen Anteil zu behalten.

Freigrenzen vor der Regelaltersgrenze

Bis zur Regelaltersgrenze darf jeder Rentner jährlich bis zu 6.300 Euro pro Kalenderjahr anrechnungsfrei hinzuverdienen. Hier gibt es keinerlei Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Der Überschuss wird durch 12 geteilt und mit 40 Prozent auf die konkrete Rente angerechnet – somit erhält der Selbstständige nur noch eine Teilrente.

Im Falle der Erwerbsminderung lässt sich der Hinzuverdienst stufenlos anrechnen. Wobei es einen Unterschied macht, ob eine volle oder teilweise Erwerbsminderung vorliegt. So gilt für die volle Erwerbsminderung ebenfalls die Grenze von 6.300 Euro jährlich.

Überschreitet ein Rentner diese Freibeträge, gehen 40 % des Einkommens, das über dem Freibetrag liegt, von der Rente ab. Bei der teilweisen Erwerbsminderung erfolgt eine individuelle Berechnung, die sich an dem höchsten Einkommen aus den letzten 15 Jahren orientiert. Welche Einnahmen konkret auf die eigene Rente anzurechnen sind und wie hoch die Kürzungen ausfallen, kann folgerichtig nur der Rentenversicherungsträger beantworten.

Lohnt sich die Selbstständigkeit im Alter?

Nicht in jedem Fall lohnt sich eine frühzeitige Beschäftigung im Rentenalter, da sich Einschränkungen im Hinblick auf die Krankenkasse ergeben. Wer den Übergang in das 65. Bis 67. Lebensjahr als Neustart versteht, kann eigentlich recht problemlos als Jungunternehmer durchstarten.

Die notwendige Anmeldung beim Gewerbeamt und Finanzamt unterscheidet sich nur unwesentlich von der normalen Selbstständigkeit. Besondere Beachtung gilt den Freigrenzen beim Zuverdienst bei Erwerbsminderung. Hier gilt es, sich von Anfang an mit einem Steuerberater und Fachmann zusammenzusetzen, um kein kalkuliertes Minus in Kauf nehmen zu müssen.

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Finanzen im Alter

Die Sorge vieler Senioren um die Finanzen im Alter ist in manchen Fällen durchaus berechtigt. Der Verdienst während der Erwerbsphase hat einen großen Einfluss auf die spätere Rente.

Wie viel Geld bleibt mir, wenn ich in Rente bin? Gibt es staatliche Unterstützung? Wie sieht mein Lebensabend – finanziell betrachtet – aus? Diese und andere Fragen stellt sich die ältere Generation immer dann, wenn sie vorsichtig in die Zukunft lugt. Die Vogel-Strauß-Taktik ist nur wenig zielführend, deswegen dient dieser Ratgeber dazu, Transparenz in den Finanz-Dschungel zu bringen.

1.) Der Rentencheck. Wie hoch fällt die Rente künftig aus?

Die Höhe der Rentenzahlung dürfte eigentlich für niemanden eine große Überraschung sein. Alljährlich meldet sich die Deutsche Rentenversicherung mit einer Aufstellung darüber, wie viel Rente dem Empfänger zusteht. Der wichtigste Teil des Schreibens befindet sich am rechten Rand. Diese Renteninformation beinhaltet

  • die Rente zum aktuellen Zeitpunkt (erste Zahl),
  • die aktuelle Rente unter der Vorgabe keiner weiteren Zahlungen an die Rentenkasse (zweite Zahl)
  • und die rein rechnerische Rente, die ab dem Rentenalter gilt (dritte Zahl).

Achtung: Der dritte Betrag, der aussagt, wie viel Rente der Empfänger des Schreibens bekommt, ist der Brutto-Betrag. Ein Teil der Rente ist zu versteuern. Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung, Einkommens- und Kirchensteuer sind von diesem Betrag abzuziehen. Während das eingangs erwähnte Schreiben einen reinen Informationscharakter hat, ist es empfehlenswert, den Rentenbescheid von einem Profi prüfen zu lassen.

2.) Die Kreditoptionen. Bekommt ein Rentner überhaupt einen Kredit?

Vielleicht kommt ein Rentner ja ganz gut damit über die Runden, was ihm von staatlicher Seite zusteht. Doch was, wenn unplanmäßig hohe Kosten auf ihn zukommen? Unrealistisch ist das nicht. So kann auch einem Senior das Auto kaputt gehen oder die Heizung plötzlich nicht mehr funktionieren. Selbst wer dafür im Laufe der Jahre Rücklagen bildet, ist dann als Eigentümer eines Eigenheims mit einer mächtigen Rechnung konfrontiert – beispielsweise dann, wenn die Heimatkommune Straßenbaumaßnahmen umsetzt. Wer wann bezahlt, verrät der die Broschüre des ADAC.

Wird ein Senior mit einer hohen Rechnung konfrontiert, machen sich zunächst einmal Sorgenfalten breit, denn: Anders als mancher Berufstätige ist der Rentner nicht der beliebteste Kreditnehmer gängiger Bankinstitute. Die sogenannte Kreditausfallwahrscheinlichkeit stellt den größten Risikofaktor dar. Für den Rentner bedeutet das: Klinken putzen oder online vergleichen. Von der aktuellen Niedrigzinsphase profitieren auch Rentner, die unerwartet eine größere Rechnung zu begleichen haben und dafür einen Ratenkredit aufnehmen, wie ein Vergleich auf der Seite zeigt.

3.) Staatliche Unterstützung. Welche Möglichkeiten gibt es für Rentner?

Wer lange Zeit nicht in die Rentenkasse einbezahlt hat oder aufgrund eines niedrigen Gehalts nur wenig einzahlen konnte, der bekommt dafür häufig im Alter die Quittung. Falsch ist in diesem Zusammenhang die Annahme, dass Schule und Studium als Fehlzeiten gelten. Denn diese werden bis zu acht Jahren in den Berechnungen berücksichtigt. Die Folge eines niedrigen Verdienstes ist eine monatliche Rente, mit der der Lebensunterhalt nicht zu bestreiten ist. Ist dies der Fall, besteht für Rentner die Möglichkeit, die sogenannte Grundsicherung zu beantragen. Die Grundsicherung ist nicht vom Einkommen der Kinder abhängig, sondern berechnet sich mit Blick auf das eigene Einkommen und das des Ehepartners.

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Mit einem monatlichen Einkommen unter 823 Euro rät die Deutsche Rentenversicherung dazu, die Grundsicherung zu beantragen. Diese Zuschusszahlung umfasst alle Leistungen, die nach dem Sozialhilferecht gelten. Ausgaben für den Lebensunterhalt, für Wohnkosten (Miete, Nebenkosten, Heizung), für Versicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Vorsorgebeiträge) sowie Mehrbedarf bei Schwerbehinderten und Sonderfällen fallen darunter.

Die Grundsicherung setzt buchstäblich bei der Grundversorgung an. Besteht Pflegebedarf, kann die Beantragung einer Pflegestufe passender sein.

Neben der Möglichkeit, Grundsicherung zu beantragen, ist auch zu prüfen, ob ein Anspruch auf Pflegegeld besteht. Steht die Option im Raum, eine Pflegestufe zu beantragen, ist dafür nicht das Rentenamt zuständig, sondern die Kranken- bzw. Pflegekasse. Welche Voraussetzungen für eine Pflegestufe erfüllt sein müssen, weiß die DAK Gesundheitskasse.

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