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Rentenberater
Helmut Göpfert

Bergstraße 18
D-90614 Ammerdorf

Tel.: 09127-90 41 85
Fax: 09127-90 41 86

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Wer nicht allzu viel von seiner Rente erwarten kann, sollten unbedingt über alternative Vorsorgemaßnahmen nachdenken.

Bereits frühzeitig empfiehlt es sich, über die finanzielle Situation im Rentenalter nachzudenken. Einfluss auf die Höhe der Rentenzahlungen hat beispielsweise der Verdienst während der Erwerbsphase. Die Beträge richten sich nach dem gesamten Arbeitsleben. Selbst wer als junger Mensch einen hoch bezahlten Job hat, muss damit rechnen, dass sich im Laufe der vielen Jahre Änderungen ergeben können. Von der gesetzlichen Rentenversicherung sind immer weniger Leistungen zu erwarten. Damit einem der Lebensabend nicht durch finanzielle Schwierigkeiten versauert wird, sollte man zusätzliche private Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Weichen für einen sorgenfreien Ruhestand zu stellen.

Risiko der Altersarmut ausschließen

In Deutschland bilden Senioren einen 21-prozentigen Anteil an der Gesamtbevölkerung. Mit Stand 2019 gibt es rund 17,5 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Grundsätzlich gilt, dass die gesetzliche Rente heute nur noch selten ausreicht, um einen entspannten Lebensabend ohne finanzielle Probleme zu genießen. Somit droht Altersarmut, die wie folgt definiert wird:

Menschen sind armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen niedriger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung liegt. Mit Stand 2018 waren es 969 Euro im Monat. Ein alleinlebender Rentner, dessen monatliche Rente darunterliegt, ist somit von Altersarmut bedroht.

Die Rentensituation verschärft sich zusehends aufgrund des sinkenden Rentenniveaus und des demografischen Wandels. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, bereits jetzt an später zu denken. Dem Staat ist das Problem ebenfalls bewusst, von dieser Seite gibt es verschiedene Förderungen, darunter zum Beispiel die Riester- und die Rürup-Rente.

Fragen, die man sich in Bezug auf Vorsorgeformen stellen sollte

Bevor man sich für bestimmte Vorsorgeformen entscheidet, sind bestenfalls einige Fragen zuvor zu beantworten, um individuell eine passende Lösung für sich selbst zu finden:

  • Wie hoch ist die Zahlung der gesetzlichen Rentenversicherung?

Wer mindestens 27 Jahre alt ist und mindestens fünf Jahre lang Beträge an die Rentenkasse einzahlt, erhält jährlich eine Renteninformation, der sich die Höhe der Zahlung entnehmen lässt. Gegebenenfalls können auch Informationen bei der zuständigen Stelle angefordert werden.

  • Wie viel Geld benötigt man im Rentenalter?

Hier sollte möglichst alles mit einbezogen werden, sei es die Miete, Nebenkosten, Einkäufe, Reisen etc. Ist die private Zusatzrente optimal, schließt sie die finanzielle Lücke zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und dem späteren notwendigen Bedarf.

  • Gibt es einen Anspruch auf staatliche Förderungen bei der Altersvorsorge?

Besteht die Möglichkeit, Riester-Zulagen, Steuervorteile der Rürup-Rente oder Arbeitgeberzuschüsse zu nutzen, könnten diese in die engere Auswahl unter den Vorsorgevarianten kommen.

Wichtig ist auch, laufende Kredite, die man mit in das Rentenalter nimmt, zu bedenken. Sie können eine verhältnismäßig hohe monatliche Belastung darstellen, die die Rente stark vermindern. Möglicherweise lassen sich mit der Umschuldung eines Kredites deutlich niedrigere Raten erreichen, weshalb regelmäßige Kreditvergleiche sinnvoll sind.

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Einige Vorsorgemaßnahmen werden staatlich gefördert, was für manche Berufsgruppen besonders interessant sein kann.

Riester- und Rürup-Rente

Die sogenannte Riester-Rente wird durch Steuervorteile und Zulagen staatlich gefördert. Man erhält jährlich eine Grundzulage von 175 Euro, hinzu kommt eine sogenannte Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Jahr. Die Beiträge können vom Versicherten steuerlich abgesetzt werden.

Auch die Rürup-Rente wird durch Steuervorteile gefördert. Sie empfiehlt sich insbesondere für Selbständige und Freiberufler. Zu 88 Prozent können die Einzahlungen als Sonderausgaben steuerlich angerechnet werden. Für Alleinstehende gilt ein Maximalbetrag von 24.305 Euro, für Ehepaare das Doppelte (Stand 2019).

Lebens- und Rentenversicherungen

Die Niedrigzinsphase drückt stark auf die Erträge aus Lebens- und privaten Rentenversicherungen. Zum Beispiel wurde der Garantiezins für die klassischen Verträge schon im Jahr 2017 auf 0,9 Prozent gesenkt. Aus diesem Grund hat diese Art von Versicherungen an Bedeutung verloren.

Verstärkt wird heute auf fondsgebundene Varianten und Angebote der sogenannten Neuen Klassik gesetzt. Hier gibt es zwar keinerlei garantierte Verzinsung, jedoch erlauben sie Sparern deutlich bessere Renditechancen. Versicherte können sich frei entscheiden, wie viel Risiko und Sicherheit in welchen Lebensabschnitten sie tragen möchten. Auf diesem Weg ist trotz Niedrigzinsphase eine erfolgreiche, flexible und zuverlässige Altersvorsorge möglich.

Betriebliche Altersvorsorge

Auf die betriebliche Altersvorsorge hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland ein Anrecht. Es gibt zahlreiche Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten mit Zuschüssen unterstützen. Sollte das der Fall sein, ist anzuraten, bei der persönlichen Vorsorgestrategie die Betriebsrente zu berücksichtigen. Die Beiträge für die Betriebsrente fließen nicht aus dem Nettogehalt, sondern der Arbeitgeber führt sie aus dem Bruttoeinkommen ab. Dies hat eine geringere Abgabenlast für die Versicherten zur Folge. Im Alter jedoch werden die vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Auszahlungen fällig. Es ist daher eine gründliche Überprüfung zuvor nötig, in welcher Form und ob die betriebliche Altersvorsorge die passende Variante ist.

Geldanlage und Immobilieneigentum

Viele Selbständige entscheiden sich für eine Geldanlage. Auf diese lässt sich zurückgreifen, sollten finanzielle Engpässe auftauchen. Auch der Kauf eines Eigenheimes ist von Vorteil, spart man sich doch Mietzahlungen und kann es bei Bedarf sowohl verkaufen als auch vermieten. Zurzeit ist die Verzinsung von Immobilienkrediten äußerst günstig, sodass sich viele Menschen für diese Form der Kapitalanlage entscheiden. Je nach Lage und Wertentwicklung kann sich diese Investition im Rentenalter als positiv auswirken.

Ökologische Altersversorgung

Zu den weiteren Altersvorsorgeformen zählen die „grünen Fonds“. Hier kann beispielsweise Geld in erneuerbare Energien investiert werden. Diese sogenannte ökologische Altersversorgung ermöglicht Rentenempfängern, sowohl für den Ruhestand vorzusorgen als auch etwas für die Umwelt zu tun.

Fazit

Es gibt keine Patentlösung, die für alle Menschen das Nonplusultra darstellt. Letztendlich ist unter anderem zu bedenken, dass zum Beispiel ein Berufsanfänger deutlich weniger Geld zu investieren hat als ein langjähriger Arbeitnehmer. Darüber hinaus spielen die Familienplanung, die Sparziele und die Möglichkeiten der staatlichen Förderung eine Rolle. Tatsache ist: Die perfekte Altersvorsorge muss bereits in frühen Jahren individuell auf die aktuelle und gleichzeitig auf die künftige Lebenssituation abgestimmt werden.

Bildquelle Header: unsplash.com © Matthew Bennett CCO Public Domain

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