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Rentenberater
Helmut Göpfert

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Miserable Qualität der Pflege

In einer gemeinsamen Presseerklärung der Spitzenverbände der Gesetzlichen Pflegekassen vom 31.08.2007 wird über den aktuellen Bericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) berichtet.

Zwar wurde die Qualität der ambulanten und stationäre Pflege seit dem Jahr 2003, in dem erstmals ein Pflegequalitätsbericht veröffentliche wurde, verbessert. Jedoch gibt es weiterhin größtenteils enorme Qualitätsdefizite und deutlichen Handlungsbedarf.

Pflege ist teilweise gesundheitsgefährdend

Der Geschäftsführer des MDS berichtet, dass in einer Reihe von Pflegeheimen katastrophale Pflegezustände herrschen, die teilweise sogar gesundheitsgefährdend sind.

So werden bei ca. 34 Prozent der Pflegeheimbewohner (bei ca. 30 Prozent im ambulanten Bereich) Defizite bei der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung festgestellt. Damit werden pflegerische Standards nicht erfüllt. Ebenso wird in vielen Fällen der Gewichtsverlauf des Pflegebedürftigen nur mangelhaft kontrolliert und der individuelle Kalorienbedarf wird nicht berücksichtigt.

Auch bei den pflegerischen Maßnahmen sind deutliche Defizite vorhanden. So werden Maßnahmen, die zur Vorbeugung von Druckgeschwüren (Dekubitus) notwenig wären – z. B. regelmäßiges Umlagern – nicht durchgeführt. Gleiches gilt bei der Inkontinenzversorgung und bei der Betreuung von Pflegebedürftigen mit Demenzerkrankung.

Zehn Prozent mit gesundheitlichen Schädigungen

Bei zehn Prozent der untersuchten Heimbewohner wurden sogar gesundheitliche Schädigungen festgestellt. Diese nicht akzeptablen Zustände – die grundlegende Kriterien wie Haut- und Mundzustand, Versorgung mit Kathetern, Sonden und Inkontinenzprodukten berücksichtigt – sind dringend zu beseitigen. Im ambulanten Bereich lag der Anteil mit gesundheitlichen Schädigungen der Pflegebedürftigen bei immerhin 5,7 Prozent.

Daten zum aktuellen Qualitätsbericht

Der aktuelle Qualitätsbericht bezieht sich auf die Jahre 2004 bis 2006. Insgesamt wurden 3.736 Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegediensten und 4.215 Qualitätsprüfungen in stationären Pflegeeinrichtungen ausgewertet. Cirka 14.950 Pflegebedürftige, die von ambulanten Pflegediensten betreut wurden und 24.650 Pflegeheimbewohner wurden über die Versorgungssituation befragt und der Pflegezustand bewertet. Im Rahmen des Qualitätsberichtes wurden auch die Pflegekonzepte, die Abläufe und die fachliche Arbeit der Pflegekräfte überprüft.

Geplante Verbesserungen im Pflegebereich

Die Bundesregierung plant derzeit Verbesserungen im Pflegebereich. Neben der Einführung von zehn Tagen Pflegeurlaub für Pflegepersonen, Stellung von Pflegebegleiter soll es künftig auch Qualitätsberichte von Pflegeheimen geben. Diese Berichte sollen in verständlicher Form aufbereitet werden, damit Preise, Leistungen und Behandlungsergebnisse der Pflegeheime verglichen werden können – s. hierzu: Pflegeurlaub für Angehörige von Pflegebedürftigen.

Hilfe und Beratung

In allen Angelegenheiten der Gesetzlichen Pflegeversicherung steht Ihnen der Rentenberater und Krankenkassenbetriebswirt Helmut Göpfert gerne zur Verfügung. Hier erhalten Sie auch kompetente Hilfe und Unterstützung in Widerspruchs- und Klageverfahren.

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