„Weisse Liste“ – Internet-Checkliste

Allen, die für sich oder einen Angehörigen ein Pflegeheim suchen, steht ab sofort ein neues Internetportal zur Verfügung – Die „Weisse Liste“. Dabei handelt es sich um eine Checkliste, welche im Internet unter der Adresse http://www.weisse-liste.de/pflegeheim gratis aufgerufen werden kann.

Statistiken zufolge werden von Betroffenen zwei bis drei Pflegeheime besichtigt, bevor sie sich auf ein Pflegeheim festlegen. Mit der Checkliste können sich die Interessierten für den Besuch eines Pflegeheims vorbereiten. Die Checkliste bietet einen Fragekatalog mit bis zu 200 Fragen, aus denen die Betroffenen ihre richtigen Fragen, welche für sie individuell von Bedeutung sind, auswählen können. Beispielsweise werden Fragen aus den Bereichen „Pflege und Betreuung“, „Wohnen und Ausstattung“, „Betreuung und Demenz“ und „Leistungen und Kosten“ abgedeckt. Die Standardversion, welche direkt ausgedruckt werden kann, beinhaltet insgesamt 26 Fragen. Neben der Standardversion kann ein individueller Fragekatalog erstellt werden.

Die Checkliste ist ein Instrument, nach der sich alle, die einen Pflegeheimplatz suchen, die korrekten Fragen systematisch aussuchen können. Damit entsteht eine individuelle Entscheidungshilfe, welche auch die persönlichen Bedürfnisse und Belange berücksichtigt.

Neben der Internetadresse: http://www.weisse-liste.de/pflegeheim ist die Checkliste auch unter http://www.zqp.de aufrufbar.

Fazit

Die „Weisse Liste“ ist ein Internetangebot, welches künftigen Pflegeheimbewohnern hilft, das passende Pflegeheim auszuwählen. Einen Katalog von bis zu 200 Fragen hilft, die richtigen und konkreten Fragen zu stellen. Der Fragenkatalog kann anhand der individuellen Bedürfnisse zusammengestellt werden.

Hintergrund

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), FORUM chronisch kranker und behinderter Menschen im PARITÄTISCHEN Gesamtverband, Bertelsmann Stiftung, Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, und der Sozialverband VdK Deutschland sind die Initiatoren der Weissen Liste. Mit dieser wollen die Initiatoren für eine erhöhte Transparenz im Gesundheitswesen beitragen.

Nach den Modellrechnungen des Statistischen Bundesamts werden bis zum Jahr 2030 3,4 Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Im Vergleich zum Jahr 2007 (hier waren es noch 2,2 Millionen Menschen) sind dies 50 Prozent mehr. Zwar gibt es zahlreiche Angebote, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im häuslichen Bereich zu verbleiben. Jedoch ist oftmals, weil die häusliche Pflege nicht mehr sichergestellt werden kann, ein Umzug in ein Pflegeheim nicht mehr zu vermeiden. Daher wird das neue Internetangebot – die „Weisse Liste“ – in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen.

Autor: Daniela Plankl

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