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Helmut Göpfert

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Krankengeld nach den Stichtag für das gesetzliche Renteneintrittsalter 4 Monate 1 Woche her #6117

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Hallo zusammen.
Ich bin neu hier und mein erster Beitrag geht gleich um den Themenkomplex Krankengeldzahlung und Rentenantrag. Die meisten wollen ja wissen, wie man vor den gesetzlichen Renteneintrittsalter eine Rente bekommen kann. ich aber will wissen, wie man möglichst eine gesetzliche Rente beziehen muss, denn die Renten hat oft Nachteile.

Hier mein Fall: (
Ein Verwandter ohne Internetzugang hat mich gebeten, hier im Forum ein Frage zum Renteneintritt und Krankheit zu stellen.)

Er wird Mitte August dieses Jahres (2020) das gesetzliche Renteneintrittsalter (65 und 8 Monate, geb. im Dez. 1954)) erreicht haben, wollte aber eigentlich den Rentenbezug aufschieben, und bis mindestens 67 weiterarbeiten, ohne die Altersrente zu beziehen (verzögerter Rentenbeginn). Dies hat persönliche Gründe. Für jeden Monat, in dem er nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters keine Rente bezieht, wird seine spätere Altersrente um 0,5% aufgestockt. Sein Arbeitsvertrag endet nicht automatisch mit Erreichen des Rentenalters.

Jetzt hat er allerdings vom Arzt eine niederschmetternde Diagnose erhalten. Krebs! OP und Strahlentherapie stehen an. Sein Arzt meinte, dass er wohl längere Zeit arbeitsunfähig sein wird.

Derzeit bekommt er noch Lohnfortzahlung, die wohl noch vor dem Stichtag in eine Krankengeldzahlung übergehen wird.

Muss er zwangsweise zum Datum des Erreichens des Rentenalters einen Rentenantrag stellen, und kann die Krankenkasse zu diesem Zeitpunkt die Krankengeldzahlung einstellen?
Oder hat er theoretisch auch den Anspruch auf die maximal 72 Wochen Krankengeldzahlung? Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass der Krankengeldanspruch zunächst auch über den Altersrentenstichtag weiter besteht, und die Krankenkasse dann den Versicherten dazu auffordern kann, innerhalb der nächsten 10 Wochen einen Rentenantrag zu stellen. Danach kann sie die Krankengeldzahlung einstellen.

Das würde zumindest dem Übergang zur Rente etwas erleichtern, denn derzeit verdient er aufgrund seines Spezialwissens aktuell sehr gut. Die Rente würde aber nur knapp über der Mindestrente liegen (er war längere Zeit selbstständig, zuvor hatte er eine Lehre gemacht, nicht so viel verdient, und seit 15 Jahren ist wer wieder angestellt. Er hat also nicht viele Rentenpunkte) Beim Krankengeld würde er aber gut doppelt so viel monatlich heraus bekommen.

Ist es rechtlich möglich, weiterhin Krankengeld zu bekommen, wenn man schon das Rentenalter erreicht hat, aber noch keine Rente bezieht? Was muss mein Verwandter beachten?

Vielen Dank für alle Tips und Infos, gerne auch mit Verweis auf Gerichtsurteile oder Gesetzestexte.


Gruß

Lindenmeyer

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Krankengeld nach den Stichtag für das gesetzliche Renteneintrittsalter 4 Monate 1 Woche her #6118

  • lindenmeyer
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Interessant ist folgender Artikel:
www.echo-online.de/wirtschaft/verbrauche...-auffordern_18100292


................ Folglich will er für diese Zeit noch das hohe Krankenkassen-Krankengeld beziehen. Zugleich erlaubt ihm das Gesetz, "einen späteren Zeitpunkt als das 65. Lebensjahr" für den Bezug des Altersruhegeldes zu bestimmen. Warum also nicht den Vorteil nutzen, vor der Rente noch ein Jahr das Krankengeld zu kassieren?
Seine Krankenkasse rechnet allerdings anders. Sie braucht nur so lange Krankengeld zu zahlen, wie die Altersrente noch nicht bewilligt ist. Eine Rentennachzahlung geht an sie - maximal in Höhe des Krankengeldes. Die Kasse ist deshalb natürlich daran interessiert, dass der 64-Jährige diese gesetzliche Rechtsfolge nicht dadurch umgeht, dass er einen späteren Rentenbeginn beantragt - so lohnend das auch für ihn sein würde.

Fazit: Wer auf das 65. Lebensjahr zugeht und Krankengeld bezieht, der sollte nicht versäumen, den Altersrentenantrag spätestens dann zu stellen, wenn er von seiner Krankenkasse aufgefordert wird - wenn er es nicht ohnehin schon getan hat - und solange dies noch abschlagsfrei möglich ist. Im Jahr 2017 ist das ab "65 Jahren und sechs Monaten" der Fall. Zeit dafür besteht von der Aufforderung an zehn Wochen lang. Wird der Antrag gestellt, dann zahlt die Kasse das Krankengeld bis zur Zustellung des Rentenbescheids und bekommt die Rentennachzahlung ganz oder zum Teil überwiesen.
Wird der Antrag nicht innerhalb von zehn Wochen eingereicht, so hieße das, Geld zu verschenken. Denn Krankengeld gibt es in diesen Fällen nicht über die zehn Wochen hinaus (siehe oben). ..........................

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Krankengeld nach den Stichtag für das gesetzliche Renteneintrittsalter 4 Monate 1 Woche her #6119

  • lindenmeyer
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Hallo zusammen

Hat jemand schon Erfahrung damit, wie schnell sich die DAK rührt? Noch VOR Erreichen des Renteneintrittsalters, oder irgendwann später?


Bis jetzt hat mein Verwandter noch keine Aufforderung bekommen, dass er einen Rentenantrag stellen soll.

Ich habe den Tip bekommen, dass man unbedingt den Rentenantrag persönlich abgeben soll, und sich dann auch die Abgabe des Rentenantrags schriftlich bestätigen lassen soll.

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Krankengeld nach den Stichtag für das gesetzliche Renteneintrittsalter 4 Monate 6 Tage her #6123

  • lindenmeyer
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In dem Zusammenhang möchte ich auf einen Beitrag aus .. hinweisen

www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archi...und-krankengeld.html

Ich zitiere:
" 05.07.2011, 12:57
Experten-Antwort
Vorweg rate ich zu einer Klärung mit der Krankenkasse.
Als Rentenexperte kann ich hier lediglich die Gesetzestexte, die ich dem Krankenversicherungsrecht des SGB V entnommen habe, anführen.

Nach § 50 Abs. 1 Nr. 1 SGB V endet der Anspruch auf Krankengeld vom Beginn der Leistung an, wenn eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, Erwerbsunfähigkeit oder Vollrente wegen Alters aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird.

Unter Hinweis auf den vorherigen Beitrag ist zu beachten, dass ein Teilrentenanspruch nach § 34 SGB VI nur für Renten vor Erreichen der Regelaltersgrenze bestehen kann. Auch enthält die Vorschrift für die Regelaltersrente keinen Hinweis auf den § 34 SGB VI und somit keinen Verweis auf die Inanspruchnahme als Teilrente. Die Regelaltersrente ist insofern immer eine Vollrente wegen Alters, gleichwohl die Möglichkeit besteht, auf Teile der Regelaltersrentenzahlung zu verzichten, bleibt die Regelaltersrente im rentenrechtlichen Sinne trotzdem eine Vollrente.
Somit würde nach § 50 Abs. 1 Nr. 1 SGB V wohl eine Krankengeldzahlung selbst bei Verzicht auf einen Teil des Zahlbetrages der Regelaltersrente nicht möglich sein.

Die Krankenkasse kann nach § 50 Abs. 1 SGB V die Versicherten lediglich dazu auffordern, innerhalb von 10 Wochen einen Reha-Antrag zu stellen und ansonsten bei Nichtantragstellung die Zahlung des Krankengeldes einstellen.
Mir ist jedoch keine Vorschrift bekannt, nach der die Krankenkasse mit der Beendigung der Krankengeldzahlung drohen kann, wenn Sie keine Regelaltersrentenantrag stellen.
Insoweit halte ich das von Ihrer Kasse an Sie gerichtete Schreiben eher für ein Informationsschreiben.

Eine Vorschrift, nach der ein Krankengeldanspruch mit dem 65. Lebensjahr endet bzw. dann nicht mehr neu entstehen kann, ist mir nicht bekannt.

Aus rein rentenrechtlicher Sicht, abseits der KV-Vorschriften, können Sie bei erfüllten Anspruchsvoraussetzungen den Beginn der Regelaltersrente frei wählen.
Nach § 77 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b erhöht sich der Regelaltersrentenbetrag um 0,5% pro Monat, in dem Sie die Regelaltersrente trotz erfüllter Anspruchsvoraussetzungen nicht in Anspruch nehmen.

DRV Logo"


Das ist allerdings aus 2011 und die Rechtslage kann sich mittlerweile geändert haben

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Krankengeld nach den Stichtag für das gesetzliche Renteneintrittsalter 4 Monate 6 Tage her #6124

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Das Thema ist in der Tat schon veraltet. § 50 Abs. 1 Nr. 1 SGB V regelt aktuell, dass der Anspruch auf Krankengeld bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung oder Vollrente wegen Alters aus der gesetzlichen Rentenversicherung endet.

Nachdem Versicherte die Altersrente auch als Teilrente beziehen können, wird der Krankengeldanspruch nicht mehr ausgeschlossen, wenn die Regelaltersgrenze bereits erreicht wurde. Würde eine Krankenkasse unter Hinweis auf die Regelaltersgrenze (bei Bezug einer Teilrente, die auch u. U. 99 Prozent betragen kann) den Krankengeldanspruch nicht gewähren, wäre das nicht rechtens!

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Krankengeld nach den Stichtag für das gesetzliche Renteneintrittsalter 4 Monate 5 Tage her #6125

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Vielen Dank für die qualifizierte Antwort @Rothluebbers

Ich vermute mal, dass die Krankenkasse sich rechtzeitig melden wird, und meinen Verwandten zur Rentenantragstellung auffordern wird.
Leider ist so eine Krebserkrankung auch teuer, da nach SGB V nur eine wirtschaftliche Bahandlung ((1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen) bezahlt. So musste er sinnvolle, der aktuellen medizinischen Forschung angemessene Diagnostik (multiparametrisches MRT, Fusionsbiopsie) aus eigener Tasche bezahlen. Natürlich muss er auch erst mal die Eigenbeteiligung vorfinanzieren, auch wenn er dann am Jahresende einen Teil wieder zurückholen kann, wenn er sämtliche Kosten aufgelistet hat.

Es ist leider absehbar, dass er nach der großen OP und der anstehenden Strahlentherapie nicht so schnell wieder arbeitsfähig sein wird.
Aber er will (und muss) unbedingt wieder seine Erwerbsarbeit aufnehmen, da ihm Beitragszeiten fehlen.

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