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THEMA: Rückwirkende Umwandlung Krankengeld in EM-Rente

Rückwirkende Umwandlung Krankengeld in EM-Rente 4 Monate 6 Tage her #5469

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Hallo, vielleicht kann mir hier Jemand weiterhelfen, da ich im Moment vollständig verwirrt bin und die Angelegenheit nicht mehr nachvollziehen kann.
Zur Situation:
Ich war von Oktober 2015 bis 31.01.2017 aufgrund Depressionen krank geschrieben und habe Krankengeld erhalten. Im Oktober 2016 habe ich vor lauter Verzweiflung die EM-Rente sowie eine Reha beantragt. Da der Reha-Antrag ewig nicht bearbeitet werden konnte (meine Ärztin stellte füllte über Wochen hinweg den ärztlichen Befundbericht nicht aus, da angeblich ihr Honorar hierfür ungeklärt war) und mir die Zeit davonlief, da die Aussteuerung ja immer näher rückte, ließ ich mich am 31.01.2017 gesund schreiben und begann am 01.02.2017 einen neuen Job.
Kurz nachdem ich diesen Job begonnen hatte, bekam ich die Zusage für eine Reha von der RV. Ich bat die RV, diese Reha bis nach der Probezeit zu verschieben, da ich meinen Job sonst sofort wieder verloren hätte, was auch gewährt wurde.
Am 08.03.2017 wurde ich erneut krank, allerdings nun aufgrund einer neu auftretenden Herzerkrankung. Ich bekam dann 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber und danach wieder Krankengeld und wurde, da noch in der Probzeit, umgehend zu Ende April entlassen.
Krankengeld erhielt ich jetzt aufgrund der Herzerkrankung.
Während dieser Erkrankung absolvierte ich nun die bereits gewährte Reha und wurde dort arbeitsunfähig entlassen mit der Empfehlung auf volle EM-Rente.
Die RV setzte das Datum meiner neuen Krankschreibung = 08.03.17 als Datum des Eintritts der Erwerbsminderung an und 7 Monate darauf bekam ich EM-Rente, also ab 1.10.2017.
Soweit konnte ich das bisher alles nachvollziehen.
Jetzt erfuhr ich durch Zufall von der RV, dass die Krankenkasse der Auffassung ist, dass meine Erwerbsminderung eher als am 08.03.17 eingetreten sei, da die Berentung in der Hauptsache auf Basis des Reha-Berichtes und damit aufgrund der psychischen Probleme erfolgt sei.
Die RV plant bzw. hat bereits entschieden, der Argumentation der Krankenkasse insoweit zu folgen und will das Renteneintrittsdatum jetzt auf den 1.10.2016 vorverlegen.
Für mich ist absolut unklar, welche Folgen das jetzt für mich hat:
1. nach meinen Berechnungen würde diese Rente durch die Rückverrechnung und die fehlenden Anrechnungszeiten meiner Erwerbstätigkeit von 2017 niedriger ausfallen - bin ich dann etwa zur Rückzahlung verpflichtet?
2. Was passiert mit den Rentenpunkten, die ich ab Oktober 2016 durch Krankengeld- und Gehaltszahlung bereits erworben hatte? Sie würden in die Rentenberechnung ja nicht mehr einfließen und gingen mir folglich verloren, obwohl ich, gerade durch die Gehaltszahlung doch in die RV eingezahlt hatte?
3. Wie kann ich pro Forma rückwirkend Rentner gewesen, aber trotzdem gesund gewesen sein und gearbeitet haben?
4. Was passiert mit dem Zeitraum Februar bis April 2017, indem ich Gehalt erhalten habe + meinen nicht genommenen Urlaub für diesen Zeitraum ausgezahlt bekam? Zählt das jetzt etwa als "Zuverdienst" zur Rente?
Ich kann absolut nicht nachvollziehen, dass ich hier völlig ohne jede Information und ohne nachzufragen, ab 1.10.2016 rückwirkend zum Rentner gemacht werden soll, obwohl ich von Februar bis April gesund geschrieben war und gearbeitet habe. Ist soetwas überhaupt möglich?
Auch steuerlich erleide ich erhebliche Nachteile, indem ich jetzt plötzlich rückwirkend anstelle von steuerfreiem und lediglich dem Progressionsvorbehalt unterliegendem Krankengeld jetzt auf einmal steuerpflichtige Rente bezogen haben soll zuzüglich den die Rente übersteigenden Teil des Krankengeldes mit dem Progressionsvorbehalt zu versteuern habe. Soweit mir bekannt ist hat das Bundessozialgericht entschieden, dass der Versicherte den die Rente übersteigenden Betrag des Krankengeldes bei rückwirkender Gewährung von EM-Rente behalten darf, weil er "auf den rechtmäßigen Bezug des Krankengeldes vertrauen und seinen Verbrauch darauf einstellen durfte" (BSG , Urteil vom 8. 12. 1992 - 1 RK 9/92).Und jetzt wird nachträglich dieses Krankengeld in eine Rente umgewidmet und das von mir bezogene Gehalt in einen "Zuverdienst " zur Rente (durch diese 3 Monate Gehalt wäre die 6300 Eur Zuverdienstgrenze bereits überschritten). Ich konnte all das ja weder voraussehen, noch mein Leben entsprechend planen. Kann die Krankenkasse tatsächlich von der RV verlangen, mir EM-Rente zu gewähren, obwohl ich zumindest zeitweise gar nicht krank war?
Sorry für den langen Text, ich weiß aber nicht, wie ich das kürzer darstellen könnte. Vielen Dank!

Rückwirkende Umwandlung Krankengeld in EM-Rente 4 Monate 3 Tage her #5470

  • Saxophon
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Ich würde einmal sagen, dass die Krankenkasse hier schon ein Stück weit richtig liegt, wenn zuvor schon solange eine Krankheitszeit vorlag. Die Krankenkassen will letztendlich ja den früheren Rentenbeginn, damit sie das geleistete Krankengeld wieder von der Rentenversicherung erhält.

Wenn der frühere Rentenbeginn zu einer kürzeren Anrechnungszeit führen würde, dann fällt auch die Rente niedriger aus. Ob man hier rechtlich was machen kann, bin ich ehrlich gesagt, überfragt.

Zur Frage 2: Die Entgeltpunkte werden difinitiv erst bei einer späteren Rente (meist die Altersrente) berücksichtigt.

Für Zeiten, in denen eine Rentenzahlung mit einer Entgeltzahlung zusammenfällt, prüft die Rentenkasse immer, ob die Hinzuverdienstgrenzen überschritten werden. Dies hat dann ggf. eine Rentenkürzung zur Folge. Hier bin ich mir ziemlich sicher, weil ein Bekannter hatte auch schon einmal so eine Situation.

Grüße
Saxophon
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