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Steckt in der Rentenformel ein Fehler?

Immer wieder gehen durch die Medien die Meldungen, dass jeder dritte Rentenbescheid falsch oder lückenhaft ist. Hier geht es hauptsächlich um Berechnungsfehler der Rentenversicherungsträger, die das geltende Recht nicht richtig anwenden.

Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Eckart Bomsdorf von der Universität Köln sieht jedoch schon in der Rentenformel, die der Gesetzgeber festgelegt hat, einen grundlegenden Fehler. Konkret spricht er gegenüber der Zeitschrift „Wirtschaftsdienst“ an, dass der Riester-Faktor (s. auch Berechnung der Rentenanpassung 2008) nicht in die Rentenformel gehört.

Der Riester-Faktor

Der Riester-Faktor wurde in die Rentenformel eingebaut, um die Rentner an den Kosten (indirekt) zu beteiligen, die die Beitragszahler für eine zusätzliche Riester-Rente aufbringen müssen. Hierfür nennt Dr. Bomsdorf zwei Gründe.

FehlerGrund eins

Die Riester-Rente ist für die Bürger keine Pflichtversicherung, ist also nicht obligatorisch. Daher entstehen der jüngeren Generation auch keine verpflichtenden bzw. zwangsweisen Belastungen.

Grund zwei

Als zweiten Grund führt Dr. Bomsdorf auf, dass durch den Riester-Faktor in der Rentenformel zunächst ein Loch in der Altersvorsorge – in der Form von geringer steigenden Renten – entsteht. Und genau dieses Loch soll durch die Riester-Rente wieder gestopft werden.

Aussetzen Riester-Faktor sachlich nicht zu begründen

Rentenberatung-aktuell.de informierte bereits, dass die Regierung für das Jahr 2008 und 2009 den Riester-Faktor ausgesetzt hat, um eine stärkere Rentenerhöhung zur Jahresmitte zu erreichen. Auch das Aussetzen des Riester-Faktors prangert Dr. Bomsdorf an, da dies sachlich nicht zu begründen sei. Er stellt provokativ die Frage, ob tatsächlich jemand glaubt, dass die Rentner durch die stärkere Rentenerhöhung von ca. 1 Prozent im Jahr 2008 und 2009 spürbar am Wirtschaftsaufschwung teilhaben können.

Lesen Sie hierzu auch: Rentner haben durch Pflegereform wieder das Nachsehen

Blick in die Zukunft

Dr. Bomsdorf richtet auch einen Blick in die Zukunft. Denn in vier Jahren wird die Politik wieder vor der gleichen Situation stehen wie heute. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales rechnet heute schon hoch, dass im Jahr 2012 die Renten voraussichtlich um 0,7 Prozent und im Jahr 2013 um 1,1 Prozent steigen.

Das Aussetzen des Riester-Faktors kostet mindestens 12 Milliarden Euro. Was sich die Politik vor der Bundestagswahl 2013 wieder einfallen lassen wird, um den Rentner ein Wahlgeschenk zu machen, bleibt abzuwarten. Dr. Bomsdorf merkt hier ironisch an, dass vielleicht eine neue Rentenformel kommen kann.

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