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Rente wird nun doch stärker erhöht als erwartet

Noch vor wenigen Tagen gingen Meldungen durch die Presse, dass die Rentenerhöhung im Jahr 2008 doch nicht so üppig ausfallen wird, wie noch zu Jahresbeginn erwartet – s. hierzu auch: Geringe Rentenerhöhung 2008.

Hat man heute schon das Wahljahr 2009 im Blick, kommt der Bundesregierung eine weitere nur geringe Rentenerhöhung nicht gerade Recht. Auch im Hinblick darauf, dass erstmals seit 2004 zum 01.07.2007 eine „magere“ Rentenerhöhung von 0,54 Prozent erfolgt ist. Immerhin sind die derzeitigen 20 Millionen Rentner potenzielle Wähler!

Renten steigen um 1,1 Prozent

Heute, am 14.03.2008 verkündete Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, dass die Renten zur Jahresmitte nun doch stärker steigen sollen und sicherte eine Rentenerhöhung in Höhe von 1,1 Prozent zu. Möglich wurde die Rentenerhöhung in dieser Höhe erst dadurch, indem sich die Spitzen der Koalition darauf geeinigt haben, den sogenannten Riester-Faktor – der in die Rentenformel eingebaut ist – im Jahr 2008 und 2009 einfach zu streichen bzw. auszusetzen. Der Riester-Faktor „dämpft“ die Rentenerhöhung und wurde deshalb eingeführt, damit die Mehrbelastungen der Arbeitnehmer für die private Altersvorsorge ausgeglichen werden. Durch die Streichung dieses Riester-Faktors wird eine um ca. 0,6 Prozentpunkte höhere Rentenanpassung erzielt.

Um auch in Zukunft die Rentner vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren zu lassen, wird nachmals in den Jahren 2012 und 2013 der Riester-Faktor ausgesetzt.

RentenerhöhungDoch Vorsicht!

So positiv die Meldung vom heutigen Tag auch klingt oder erscheinen mag – die Mehrbelastung der Rentner durch die Beitragssatzanhebung zur Gesetzlichen Pflegeversicherung „vernichtet“ sofort wieder einen Teil der Rentenerhöhung.

Zum 01.07.2008 steigt der Beitrag zur Gesetzlichen Pflegeversicherung von derzeit 1,7 Prozent (bzw. 1,95 Prozent für Kinderlose) auf 1,95 Prozent (bzw. 2,2 Prozent), also um 0,25 Prozent. Dieser Beitrag ist von den Rentnern alleine aufzubringen. Unter dem Strich wird also eine Rentenerhöhung von (1,1 Prozent – 0,25 Prozent) 0,85 Prozent erreicht. Lesen Sie hierzu: Rentner haben durch Pflegereform wieder das Nachsehen.

Inflationsrate höher

Die Inflationsrate lag im Jahr 2007 bei 2,2 Prozent. Die Rentenerhöhung, die nun im Kalenderjahr 2008 erfolgt, deckt also wieder die Teuerungsrate nicht ab. Im Klartext bedeutet dies, dass Rentner auch im Kalenderjahr 2008 wieder über weniger Kaufkraft verfügen, als noch in den vergangenen Jahren.

Renten-Willkür

Durch die stärkere Rentenerhöhung in den Kalenderjahren 2008 und 2009 soll die Konsolidierung der Rentenversicherungsträger nicht in Gefahr sein. Das heißt, dass eine Beitragssatzanpassung nicht erfolgen muss und auch der Beitragssatz bis zum Jahr 2020 nicht über 20 Prozent steigen wird.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nannte das Kind jedoch beim Namen und sprach bezüglich der heutigen Meldung über die Rentenerhöhung zum 01.07.2008 von „Renten-Willkür“. Seiner Meinung nach handelt es sich bei der Aussetzung des Riester-Faktors lediglich um den durchsichtigen Versuch vor der Bundestagswahl im Jahr 2009 und vor der Landtagswahl im Herbst 2009 „auf Stimmenfang“ zu gehen. Er fordert die Regierung auf, die stärkere Rentenerhöhung wieder aufzuheben, da sonst die Rentenversicherungsträger stärker belastet werden, als sie durch der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahren entlastet werden.

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