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Rentenerhöhung 2016 bestätigt: Fast 6 Prozent mehr Rente

Die Rentenerhöhung 2016 ist offiziell: Das Bundesarbeitsministerium kündigte heute an, dass die Renten zum 1. Juli 2016 um fast 6 Prozent stark ansteigen. Wie in den vergangenen Jahren dürfen sich die Ostrentner dabei über eine höhere Rentenanpassung freuen. 2016 fällt diese allerdings auch für Westdeutschland sehr gut aus.

Deutlich mehr Geld für Rentner ab Juli 2016

Auf Deutschlands Rentner kommt eine kräftige Rentenerhöhung zu. Zum 1. Juli 2016 steigen die Renten nahezu 6 Prozent. Das hat heute das Bundesarbeitsministerium bestätigt. Dabei können sich die Senioren im Osten noch ein wenig mehr als die Rentner in den alten Bundesländern freuen. Denn ihre Rentenpassung fällt 1,7 Prozentpunkte höher aus. In Ostdeutschland liegt die Rentensteigerung 2016 somit offiziell bei 5,95 Prozent, in Westdeutschland bei 4,25 Prozent. „Die diesjährige Rentenanpassung ist das stärkste Plus seit 23 Jahren“, so Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Die Erhöhung liegt im Osten fast ein Prozent über der im Oktober 2015 prognostizierten Steigerung. Im Westen fällt sie geringfügig kleiner aus. Bei einer monatlichen Rente von 1.500 Euro bekommen Sie ab dem 1. Juli 2016 im Westen über 60 Euro mehr pro Monat, im Osten sogar fast 90 Euro.

Renten steigen 2016 so stark wie lange nicht mehr

Die Renten steigen im Vergleich zum Vorjahr teils doppelt so stark. Die Rentenerhöhung 2016 ist damit eine der größten Rentenanpassungen seit der Jahrtausendwende. Gründe dafür stellen unter anderem die gute wirtschaftliche Lage und die Arbeitsmarktlage sowie ein Sondereffekt dar. Im vergangenen Jahr fiel das Niveau der Durchschnittslöhne, einer der zentralen Rechenfaktoren bei der Rentenberechnung, aufgrund von EU-Vorgaben zu gering aus. Die Anpassung des Altersgeldes im letzten Jahr war dadurch zu schwach. Mit der aktuellen Rentenerhöhung 2016 wird dies ausgeglichen. Zudem greifen keine Dämpfungsfaktoren, etwa wegen nicht durchgeführter Rentenkürzungen wie bei der Rentenanpassung 2014.

Rentenerhöhung 2016: Altersgeld steigt im Osten um 5,9 Prozent, im Westen um 4,3 Prozent

Durch die Rentenerhöhung 2016 steigt der Rentenwert im Osten von 27,05 Euro auf 28,66 Euro, im Westen von 29,21 Euro auf 30,45 Euro. In den letzten zehn Jahren hat sich der Rentenwert in Ostdeutschland somit um mehr als 5 Euro erhöht, in Westdeutschland um mehr als 4 Euro. Insgesamt nähern sich die Werte zwischen den neuen und alten Bundesländern zwar an. Eine Rentenangleichung zwischen Ost und West ist damit jedoch noch lange nicht erreicht. Bis 2017 könnte gegebenenfalls ein Gesetz folgen, welches die Angleichung der Ostrenten an das Westniveau bis zum Jahr 2020 regeln soll.

Rentenanpassungen bis 2019 deutlich geringer als 2016

Die deutliche Anpassung ist für Rentner zwar erfreulich. Allerdings werden die Renten in den kommenden Jahren nicht im gleichen Tempo wie 2016 weitersteigen. Aus dem Rentenversicherungsbericht 2015 geht hervor, dass sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern die Anpassungen voraussichtlich zwischen zwei und drei Prozent pro Jahr betragen werden. Bleibt die Inflationsrate weiter auf niedrigem Niveau, bleibt Rentnern jedoch dennoch ein Plus – auch wenn es deutlich niedriger als in diesem Jahr ausfallen wird.

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