Logo Rentenberatung Aktuell

Registrierte Rentenberater
Gesetzliche Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung

Witwenrente / Witwerrente

Nach dem Tod des versicherten Ehegatten hat die Witwe / der Witwer grundsätzlich einen Anspruch auf Witwenrente / Witwerrente gegenüber dem Rentenversicherungsträger (der Gesetzliche Rentenversicherung), wenn die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren durch den Verstorbenen erfüllt ist.

Die gesetzlichen Vorschriften unterscheiden zwischen kleinen und großen Witwen- und Witwerrenten.

Kleine Witwenrente / Witwerrente

Ein Anspruch auf eine kleine Witwen- bzw. Witwerrente besteht für Witwen / Witwer, wenn

  • der verstorbene Versicherte die allgemeine Wartezeit erfüllt hatte und
  • sie/er nach dem Tod des verstorbenen Versicherten nicht wieder geheiratet hat.

Die kleine Witwen- / Witwerrente beträgt 25% der Rente des Verstorbenen. Sie wird für zwei Jahre geleistet, jedoch dann zeitlich unbegrenzt, wenn

  • eine Ehegatte vor dem 01.01.2002 verstorben ist oder
  • die Ehe am 01.01.2002 bestand und ein Ehegatte älter als 40 Jahre ist.

Große Witwenrente / Witwerrente

Der Anspruch auf die große Witwen- bzw. Witwerrente besteht für Witwen / Witwer, wenn

  • die Voraussetzungen für eine kleine Witwen- / Witwerrente vorliegen und
  • sie oder er entweder das 45. Lebensjahr vollendet hat oder
  • ein eigenes Kind oder ein Kind des Verstorbenen, das das 18. Lebensjahr vollendet hat, erzieht oder
  • für ein solches Kind, das behindert ist sorgt oder
  • erwerbsgemindert ist.

Die große Witwen- / Witwerrente beträgt 55% der Rente des Verstorbenen.

WitwenrenteKinderzuschlag

Frauen bzw. Männer, die Kinder erzogen haben, erhalten für das erste Kind einen monatlichen Zuschlag in Höhe von zwei Entgeltpunkten. Für das zweite und jedes weitere Kind beträgt der monatliche Zuschlag jeweils einen Entgeltpunkt. Dieser Zuschlag, der nur bei Todesfällen ab dem Kalenderjahr 2002 in Betracht kommt, dient zum Ausgleich der Absenkung der Rente auf 55%. Ein Entgeltpunkt hat derzeit einen „Wert“ einer monatlichen Brutto-Rente von 27,20 € (Wert gültig ab Juli 2009).

Bisherige Höhe der großen Witwen-/Witwerrente

Wenn der Ehegatte vor dem 01.01.2002 verstorben ist oder wenn an diesem Stichtag die Ehe bestand und mindestens ein Ehegatte älter als 40 Jahre war, dann beträgt die große Witwen- oder Witwerrecht noch 60% der Rente des Verstorbenen.

Erhöhung der Altersgrenze

Durch das RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz, mit dem die Altersrente künftig grds. erst mit 67 Jahren (s. Rente erst mit 67 Jahren!) abschlagsfrei in Anspruch genommen werden kann, wird auch die Altersgrenze für die große Witwen-/Witwerrente (Vollendung des 45. Lebensjahres) entsprechend schrittweise auf das 47. Lebensjahr angehoben.

In welchen Schritten dies erfolgt, können Sie der Tabelle Anhebung der Altersgrenze für die große Witwen-/Witwerrente entnehmen.

Ausschluss des Anspruchs auf eine Witwen-/Witwerrente

Versorgungsehe/Versorgungspartnerschaft

Um eine Versorgungsehe bzw. Versorgungspartnerschaft handelt es sich, wenn die Ehe/Lebenspartnerschaft nicht mindestens ein Jahr bestanden hat, wenn der Angehörige verstirbt. In diesem Fall wird unterstellt, dass die Ehe/Partnerschaft deshalb eingegangen wurde, um eine Hinterbliebenenversorgung zu erlangen. Dies hat zur Folge, dass ein Antrag auf Witwen-/Witwerrente entsprechend abgelehnt wird. Allerdings kann die Annahme der Versorgungsehe/Versorgungspartnerschaft widerlegt werden. Kann trotz der kurzen Ehezeit/Lebenspartnerschaft nicht auf eine Versorgungsehe/Versorgungspartnerschaft geschlossen werden, z. B. weil es sich um einen Unfalltod handelt, kann eine Witwen-/Witwerrente geleistet werden.

Tötung des Angehörigen

Personen haben nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 105 SGB VI) keinen Anspruch auf eine Rente wegen Todes, wenn der Tod des Versicherten vorsätzlich herbeigeführt wurde. In diesen Fällen ist der Anspruch auf eine Witwen-/Witwerrente also ausgeschlossen. Um die Frage des vorsätzlich herbeigeführten Todes zu beantworten, ziehen die Rentenversicherungsträger das jeweilige Urteil des Strafgerichts heran.

Rentensplitting

Durch ein Rentensplitting wird der Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente aufgegeben. Das Rentensplitting können seit dem Jahr 2002 Ehegatten und seit dem Jahr 2005 auch Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz durchführen. Im Rahmen des Rentensplittings werden die während der Ehezeit/Zeit der Lebenspartnerschaft erworbenen dynamischen Rentenanwartschaften unter den Ehegatten/Lebenspartnern aufgeteilt. Nach einem durchgeführten Rentensplitting besteht damit kein Anspruch mehr auf eine Witwen-/Witwerrente.

Autor: Rentenberater Helmut Göpfert

Hilfe und Beratung

In allen Angelegenheiten der Gesetzlichen Rentenversicherung steht Ihnen der Rentenberater Helmut Göpfert gerne zur Verfügung.

Hier erhalten Sie auch kompetente Hilfe und Unterstützung bei der Durchführung von Widerspruchs- und Klageverfahren.

Empfehlenswert ist auch, den Rentenbescheid über die Witwen-/Witwerrente durch einen Rentenberater überprüfen zu lassen – s. hierzu Jeder dritte Rentenbescheid ist lückenhaft!

forum

Kontakt

Kontakt aufnehmen mit Rentenberater Helmut Göpfert

Rentenberater
Helmut Göpfert

Bergstraße 18
D-90614 Ammerdorf

Tel.: 09127-90 41 85
Fax: 09127-90 41 86

Zum Kontaktformular »

Newsletter

Kontaktaufnahme für eine Beratung

Haben Sie weitere Fragen zum Thema?Kontakt mit Rentenberatung aufnehmenKontakt mit Rentenberatung aufnehmen
Wünschen Sie eine individuelle Beratung?

Ich freue mich auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail!

Ihr Rentenberater Helmut Göpfert