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Belastung durch Pflege hauptsächlich bei Frauen

Laut einer neuen Studie im Pflegebereich müssen sich immer mehr Menschen in Deutschland für die Pflege ihrer Partner, Eltern oder anderer Angehörigen aufopfern. Heute sind hiervon ca. zehn Millionen Menschen betroffen und diese Zahl soll in den nächsten zehn Jahren auf fast das Dreifache steigen.

27 Millionen Menschen sollen dann von solch einer körperlichen und psychischen Überlastung betroffen sein, stellt eine erst kürzlich herausgegebene Studie des Institutes für Demoskopie Allensbach im Auftrag der R+V Versicherung fest.

Tillmann Lukosch ein Vorstandsmitglied der R+V Versicherung stellte im Rahmen dieser Studie fest: „Unsere Gesellschaft läuft im Eiltempo auf die Pflegefalle zu“.

Im Rahmen dieser Studie stellten die Demographen fest, dass 15 Prozent der Bundesbürger pflegebedürftige Angehörige haben und 25 Prozent damit rechnen, in den nächsten fünf Jahren davon betroffen zu sein. Hierbei ist aber auch bemerkenswert, dass die Anzahl der Menschen, die Leistungen aus ihrer Pflegeversicherung erhalten wesentlich unter den angegebenen Prozentsätzen liegt, da sich nicht wenige zunächst auch gar nicht damit beschäftigen, Leistungen ihrer Pflegekasse zu beanspruchen, wie die Geschäftsführerin des Allensbach-Institutes Renate Köcher feststellte. Es wird angenommen, dass die Zahl der Leistungsbezieher in den Pflegekassen von heute 2,46 auf 3,46 Millionen in den nächsten Jahren ansteigen wird.

Häusliches Umfeld verursacht Hauptlast

Die hauptsächliche Last der Pflege wird von 62 Prozent der Deutschen im Rahmen des häuslichen Umfeldes und hier zu zwei Drittel, nämlich von sechs Millionen Frauen übernommen. Wobei sich hiervon mehr als ein Drittel alleine um die Pflege von bedürftigen Angehörigen kümmert. Diese pflegenden Frauen werden im Rahmen der häuslichen Pflege dabei vor allem durch den Partner, die Kinder oder andere Angehörige unterstützt. Nur etwa 40 Prozent greifen auf die ambulanten bzw. mobilen Pflegedienste zurück. Aber auch von den Frauen, die bei den Pflegemaßnahmen Unterstützung erfahren, erledigen immer noch 64 Prozent fast alle Pflegemaßnahmen oder den überwiegenden Teil selbst.

Pflege Mutter TochterDie pflegerischen Aufwendungen stellen für die pflegenden Personen eine immense Belastung dar, die an den Pflegepersonen nicht ohne Beeinträchtigung vorbeigeht. So stellt Renate Köcher fest: „Die psychische Belastung wird von den Frauen stärker betont als die physische Belastung“. 67 Prozent der pflegenden Frauen empfinden sich stark oder sehr stark psychisch aber nur 46 Prozent stark oder sehr stark körperlich betroffen. Tillman Lukosch ergänzte hierzu, dass Frauen die einen dementen Partner pflegen, ein zwölffach höheres Risiko hätten selbst an Demenz zu erkranken.

Der immense Pflegeaufwand nimmt einen großen zeitlichen Raum ein und führt letztendlich in den Familien dazu, dass sich alles um die Pflege dreht. So wird eine 61 jährige nicht berufstätige Pflegende mit zwei erwachsenen Kindern als typisches Beispiel in der oben genannten Studie aufgeführt.

Rente Köcher sagt hierzu: „Für viele ist das eine Aufgabe, die einen Großteil des eigenen Lebens prägt“ und „Die Hälfte der pflegenden Frauen pflegt schon länger als drei Jahre“. Neun Prozent dieser Menschen sind bereits seit mehr als 10 Jahren durch eine Pflege belastet. 53 Prozent der Frauen müssen pro Tag mehr als drei Stunden mit pflegerischen Leistungen verbringen und 44 Prozent sind durch einen schweren oder sehr schweren Pflegefall belastet. Alles in allem waren 76 Prozent der Deutschen der Meinung, dass sich Beruf und Pflege nicht oder nur sehr schwer miteinander vereinbaren ließen.

Aber nicht nur die laufende Belastung macht den Menschen zu schaffen sondern auch die Perspektiven für die Zukunft. So machen sich 69 Prozent der pflegenden Frauen Sorgen über die zukünftige Entwicklung der Lage und 57 Prozent haben Bedenken, die Pflege zukünftig überhaupt nicht mehr bewältigen zu können. Im Wesentlichen ist hier auch festzustellen, dass vor allem ältere Frauen mit einem pflegebedürftigen Partner angstvoll in die Zukunft sehen und eine Zuspitzung ihrer Lage befürchten. „Die über 70-jährigen muss man verstärkt unterstützen“ forderte hier Renate Köcher.

Aber auch finanzielle Probleme brennen hier auf den Nägeln. So führte Tillman Lukosch aus, dass bei der ambulanten Pflege von schweren Fällen eine Differenz von 1950,00 Euro pro Monat besteht, da die Pflegeversicherung die Kosten im Schnitt mit ca. 1550,00 Euro jeweils nicht voll abdeckt. Um diese Lücken bei den Pflegekosten zu schließen haben bisher nur ca. 1,9 Millionen Menschen eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Die im Jahr 2013 beginnende staatliche Förderung in Höhe von fünf Euro monatlich bei einem Mindestbetrag von zehn Euro, der sogenannte „Pflege-Bahr“ wird von Lukosch als guter Ansatz bezeichnet. Im Übrigen wird von 88 Prozent der pflegenden Frauen eine stärkere staatliche Unterstützung ihrer täglichen Mühsal erwartet.

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Für Ihre Fragen steht Ihnen die Rentenberatung Helmut Göpfert und die Rentenberatung Kleinlein & Partner zur Verfügung.

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