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Soziale Pflegekasse übernimmt nur einen Teil der Pflegekosten

Im erst kürzlich veröffentlichten Pflegereport der Barmer GEK Krankenkasse wird eindeutig festgestellt, dass Pflegebedürftige Versicherte in Deutschland im Schnitt mehr als 37.000 Euro ihrer Pflegekosten vom Beginn ihrer Pflegebedürftigkeit bis zum Tod selbst übernehmen müssen. Hierbei müssen 31.000 Euro für Pflegeheimkosten und 6.000 Euro für ambulante Leistungen aufgebracht werden, wobei die Pflegekasse nur wenig mehr als die Hälfte der Gesamtkosten übernimmt, nämlich 33.000,00 Euro.

Der Vizechef der größten deutschen Kranken- und Pflegekasse bezeichnete deshalb die Pflege als teuer.

Bemerkenswert im Zusammenhang mit den immensen Pflegekosten ist die starke Differenz bei den Ausgaben. Laut dem Pflegereport der Barmer GEK fallen bei den Heimkosten Unterschiede auf, zwischen 0 Euro bei Pflegebedürftigen die nur ambulante Leistungen erhalten und 305.000 Euro bei pflegebedürftigen Personen mit besonders langem und kostenintensivem Heimaufenthalt. Interessant ist hier auch, dass die Kosten für die reine Heimunterbringung in Sachsen am niedrigsten und in Nordrhein-Westfalen am höchsten ausfallen.

Da die Lebensdauer von Frauen höher ist als die der Männer, werden diese in den Heimen in aller Regel auch länger gepflegt. Dadurch ergibt sich bei den Frauen ein signifikanter Unterschied zu den Männern. Diese müssen 45.000 Euro bei einem Gesamtaufwand von 84.000 Euro selbst übernehmen. Bei den Männern sind dies nur 21.000 Euro von insgesamt 42.000 Euro.

Sollten diese Kosten von einer pflegebedürftigen Person oder ihren Angehörigen nicht getragen werden können, muss in den meisten Fällen die Sozialhilfe einspringen. Die Kommunen übernehmen hier im Schnitt ca. 3.000 Euro für die stationäre und 400 Euro für die ambulante Pflege.

bezahlenPflege-Bahr

Die ab 2013 angebotenen Zusatzversicherungen zur Pflege mit staatlicher Förderung (monatlicher Mindestbeitrag 10,00 Euro bei staatlicher Zulage von 5,00 Euro) wurden von den Verfassern des Pflegereports als nicht ausreichend betrachtet.

Im Hinblick auf die immensen Kosten der Pflege wurde der „Pflege-Bahr“ hart kritisiert.

So sagte der Studienautor Heinz Rothgang von der Universität Bremen, dass der „Pflege-Bahr“ nicht zur Lösung der Problematik beitrage und „Gut gemeint – aber sozialpolitisch falsch“ sei. Weiter führte er aus, dass die Tarifkalkulation nicht funktionieren würde und sich nur Einkommensstärkere für diese Absicherung des Pflegefalles entscheiden würden.

Bahr betrachtet aber die staatliche Förderung auch für Bezieher niedrigerer Einkommen als lohnenswert und rechtfertigte somit auch diese Maßnahmen: „Immerhin ist es eine deutliche Verbesserung. Denn bisher gibt es überhaupt keine Förderung einer privaten Pflegevorsorge“. Auch die FDP-Pflegeexpertin Christine Aschenberg-Dugnus unterstützte die neuen Bestimmungen und betrachtete wie auch Bahr das Instrument nicht nur für jüngere als lohnenswert, sondern auch für 50 bis 60-jährige Menschen. Einzelheiten dieses Angebotes sollen durch eine Verordnung geregelt werden.

Die Regierung geht davon aus, dass im Jahr 2013 etwa 1,5 Millionen förderfähige Pflegeversicherungsverträge abgeschlossen werden.

Die Zahlen des Pflegereports der Barmer GEK untermauern, dass im Jahr 2011 die Anzahl der Pflegebedürftigen erstmals weniger stark angewachsen sind, wobei die Zahlen im Osten Deutschlands stärker steigen als im Westen. Die Pflegeversicherungen müssen derzeit für ca. 2,46 Millionen Menschen Leistungen erbringen.

Autor: Klaus Meininger

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