Der Fernsehbericht von Monitor brachte viele zum Nachdenken

Es durfte wohl kaum jemandem entgangen sein: In der letzten Woche sendete das Magazin „Monitor“ einen kritischen Bericht über das Thema Riester-Rente und löste damit große Verunsicherung aus.

Nach „Monitor“ würden eine große Anzahl von Menschen nun umsonst in diese staatlich geförderte Zusatzversorgung einzahlen. So bekommt, nach der Darstellung des Magazins, ein durchschnittlich verdienender Arbeitnehmer mit 32 Rentenbeitragsjahren im Jahr 2030 keinen Cent von seiner  Riester Rente und dies laut Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung.

Die Stimmen zur Sendung

Das Bundesarbeitsministerium meldete sich sehr schnell zu Wort. Laut dem Sprecher des Arbeitsministeriums Stefan Gifeler lohne sich die Riester Rente für alle und der ehemalige Arbeitsminister Walter Riester äußerte sich entsetzt über die Botschaft, dass es für Geringverdiener sinnlos sei, diese staatlich geförderte Zusatzversorgung abzuschließen. Jedoch stimmte dieser der Aussage von Monitor zu, dass nicht wenige Bundesbürger im Alter von ihrer eingezahlten Riester-Rente nichts haben werden, da diese mit der Grundsicherung verrechnet wird. Erhält nun ein Bundesbürger eine gesetzliche Rente, die geringer ist als die Grundsicherung, so wird erst seine Riester-Rente mit der Grundsicherung verrechnet bevor seine finanzielle Absicherung bis zu dieser aufgefüllt wird.

Auch nahmen das Bundesarbeitsministerium und die Deutsche Rentenversicherung Stellung zum oben genannten Berechnungsbeispiel. Diese gehe von der Tatsache aus, dass dieser Durchschnittsverdiener „nur“ eine gesetzliche Rente und eine Riester-Rente beziehe und keine weiteren Einnahmen, wie Zins- oder Mieteinnahmen. Es wird also hier davon unterstellt, dass ein Großteil der Bevölkerung im Alter noch zusätzliche Einnahmen neben gesetzlicher Rente und Riester-Rente hat. Ist das nun wirklich so? Die Frage, was nun mit den Renterinnen und Rentnern geschieht, die keine zusätzlichen Einnahmen haben, bleibt bei dieser Argumentation offen.

Nicht nur die Verrechnung der Riester-Rente mit der Grundsicherung...

Laut Rentenexperte Winfried Schmähl wird die „Riester-Problematik“ nicht ausschließlich die Geringverdiener treffen, sondern sehr wohl auch eine große Anzahl von Normalverdienern. Diese äußerst beunruhigende Situation ist nach seiner Meinung nicht alleine durch die Verrechnung der Riester-Rente mit der Grundsicherung entstanden, sondern wird zusätzlich noch durch das, über Jahre hinweg, sinkende Leistungsniveau der Gesetzlichen Rentenversicherung ausgelöst.

Riester-Rente bereits politische Debatte

Neben den Stimmen aus der Politik, die sich bereits zur Sendung geäußert haben, ist eine politische Debatte über der „Riester-Rente“ bereits im vollen Gange. Sollte man die Riester-Rente vielleicht doch nicht mit der Grundsicherung verrechnen oder evtl. einen Freibetrag einführen, bis zu dem die Riester-Rente unschädlich für die Grundsicherung ist?

Tipp

Sicherlich möchte später niemand einmal so geringe Alterseinkünfte haben, dass man auf die Grundsicherung angewiesen ist. Daher gilt, schon zeitig die Altersvorsorge zu planen.

Gerichtlich zugelassene Rentenberater helfen bei der Klärung des Rentenversicherungskontos, damit ein realistischer Rentenbetrag (durch ein Rentengutachten) errechnet werden kann, der mit den individuellen Einnahmen später einmal erreicht wird.

Versicherungsmakler und Finanzdienstleister informieren und beraten Sie ausführlich – und vor allem unabhängig von den Versicherungsgesellschaften – über alle Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge.

Planen Sie daher schon zeitig Ihre persönliche Altersvorsorge, damit nicht das eintritt, wovon derzeit die Medien berichten – nämlich dass ein Anspruch auf Grundsicherung durch eine private Riester-Rente vernichtet wird. Dann wird auch die Riester-Rente für Sie kein Luftschloss werden!

Fragen Sie die Spezialisten!

Für den Bereich der Gesetzlichen Rentenversicherung

Die Rentenberatung Helmut Göpfert und die Rentenberatung Marcus Kleinlein steht Ihnen für alle Fragen der Gesetzlichen Rentenversicherung zur Verfügung.

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